Lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

Die ehrliche Antwort: fast immer — aber nicht immer gleich gut.

Kurzfassung: Bei Set-Preisen von 300–700 € und Strompreisen um 35 Cent amortisiert sich ein Balkonkraftwerk in den meisten Lagen nach 3–6 Jahren — und produziert danach 15+ Jahre fast kostenlosen Strom. Es ist damit eine der rentabelsten Privat-Investitionen überhaupt.

Drei typische Szenarien (800-W-Set, 500 €)

  • 🌞 Südbalkon, tagsüber jemand zu Hause: ~700 kWh Ertrag, 75 % genutzt → ≈ 180 €/Jahr → unter 3 Jahre.
  • Ost/West, berufstätig mit Zeitschaltuhren: ~600 kWh, 60 % genutzt → ≈ 125 €/Jahr → ≈ 4 Jahre.
  • 🌥️ Senkrecht am Nordost-Geländer: ~400 kWh, 55 % genutzt → ≈ 75 €/Jahr → ≈ 6–7 Jahre — immer noch okay, aber kein Selbstläufer.

Rechne dein Szenario mit eigenen Werten im Balkonkraftwerk-Rechner — und wenn das Ergebnis überzeugt, denk eine Nummer größer: volle PV-Anlage durchrechnen.

Häufige Fragen

Wie viel spart ein Balkonkraftwerk pro Jahr?

Ein 800-W-Set in Südlage mit 70 % Direktverbrauch spart bei 35 ct/kWh etwa 150–180 € pro Jahr. Ost/West-Lagen liegen bei 110–140 €, ungünstige Nordlagen unter 80 €.

Wann lohnt sich ein Balkonkraftwerk NICHT?

Bei dauerhaft verschattetem oder reinem Nord-Standort, sehr niedrigem Tagesverbrauch (Single, ganztags außer Haus, ohne Zeitschaltuhren) oder überteuerten Sets über 1.000 €. Dann verlängert sich die Amortisation auf 10+ Jahre.

Brauche ich einen Speicher für das Balkonkraftwerk?

Für die Wirtschaftlichkeit meist nicht: Speicher-Sets kosten 400–800 € mehr und verlängern die Amortisation in der Regel deutlich. Erst bei sehr hohen Erträgen und niedrigem Tagesverbrauch kann er sich rechnen.

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