Amortisationsrechnung

Statisch & dynamisch erklärt — mit Formeln, Beispiel und Rechner.

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Amortisationszeit

4 Jahre

20.000 €

Rückfluss im 1. Jahr

120.000 €

Überschuss nach 10 Jahren

150 %

Gesamtrendite (ROI)

Nach 4 Jahren ist die Investition von 80.000 € wieder eingespielt. Bis Jahr 10 bleiben danach 120.000 € Überschuss.

54k €108k €162k €216k €Investition 80.000 €246810Jahre
Kumulierte Rückflüsse vs. Investition — der Punkt markiert den Break-Even (4 Jahre).

Tipp: Rückfluss = Gewinn + Abschreibungen. Der große Rechner mit allen Optionen steht auf der Startseite.

Die statische Amortisationsrechnung (Pay-off-Methode)

Die Amortisationsrechnung gehört zu den statischen Verfahren der Investitionsrechnung und beantwortet eine einzige Frage: Nach welcher Zeit ist das eingesetzte Kapital über die Rückflüsse wieder im Unternehmen?

Amortisationszeit = Anschaffungskosten ÷ (Gewinn + Abschreibungen) pro Jahr

Beispiel: Eine Maschine kostet 80.000 €, bringt 12.000 € Jahresgewinn und wird über 10 Jahre mit 8.000 € jährlich abgeschrieben. Rückfluss = 12.000 + 8.000 = 20.000 € → Amortisationszeit = 80.000 ÷ 20.000 = 4 Jahre. Liegt das unter der geplanten Nutzungsdauer (und unter der Soll-Vorgabe des Unternehmens), gilt die Investition als vorteilhaft.

Warum Abschreibungen dazuzählen: Der Gewinn ist bereits nach Abzug der Abschreibung gerechnet — die ist aber keine Auszahlung, sondern nur ein Buchwert. Für den tatsächlichen Geldrückfluss wird sie deshalb wieder addiert.

Die dynamische Amortisationsrechnung

Die dynamische Variante (Kumulationsmethode) zinst jeden Jahresrückfluss mit dem Kalkulationszinssatz i ab: Barwert des Jahres t = Rückfluss ÷ (1 + i)t. Amortisiert ist die Investition, sobald die kumulierten Barwerte die Anschaffungskosten erreichen. Im Beispiel oben verlängert ein Zinssatz von 6 % die Amortisationszeit von 4 auf etwa 4,6 Jahre — bei längeren Zeiträumen wächst der Unterschied deutlich.

Faustregel: statisch für den schnellen Vergleich, dynamisch für die finale Entscheidung bei großen Summen. Für private Anschaffungen wie PV-Anlagen oder Wärmepumpen ist unser Ansatz mit Preissteigerungs-Faktor meist die praxisnächste Wahl — er bildet steigende Energiepreise ab, die die Abzinsung oft überkompensieren.

Häufige Fragen

Wie lautet die Formel der Amortisationsrechnung?

Statisch: Amortisationszeit = Anschaffungskosten ÷ durchschnittlicher jährlicher Rückfluss. Der Rückfluss besteht bei Investitionsgütern aus Gewinn plus Abschreibungen (Cashflow-Betrachtung), bei Privatanschaffungen aus der jährlichen Ersparnis.

Was unterscheidet die statische von der dynamischen Amortisationsrechnung?

Die statische Methode behandelt jeden Euro gleich, egal wann er fließt. Die dynamische (Kumulationsmethode) zinst künftige Rückflüsse mit einem Kalkulationszinssatz ab — ein Euro in 10 Jahren zählt damit weniger als einer heute. Ergebnis: realistischere, aber längere Amortisationszeiten.

Wann reicht die statische Methode?

Bei überschaubaren Beträgen, kurzen Zeiträumen (bis ~5 Jahre) und Vorab-Vergleichen ähnlicher Alternativen. Bei Großinvestitionen mit langer Laufzeit oder hohem Zinsniveau sollte dynamisch gerechnet werden.

Welche Schwächen hat die Amortisationsrechnung?

Sie ignoriert alles nach dem Break-Even: Eine Maschine, die sich nach 4 Jahren amortisiert und dann kaputtgeht, sieht besser aus als eine mit 6 Jahren Amortisation und 20 Jahren Nutzen. Deshalb gilt: Amortisationszeit als Risikomaß nutzen, Rendite separat bewerten (z. B. ROI, Kapitalwert).

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